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Seit die Piratenpartei Einzug in die deutsche Polit-Szene gehalten hat, sind viele große Parteien bemüht, auch im Netz Fuß zu fassen. Einzelne Parlamentsmitglieder sind sehr gut im Social Web vertreten, andere arbeiten daran, manche haben gar keine Ahnung. Natürlich haben politische Größen wie Angela Merken sicherlich professionelle Schreiberlinge, die ihre Botschaften eigens auf die Social Media Dienste abstimmen. Doch die direkte Kommunikation mit den Wählern übers Internet wird immer ausschlaggebender.
Der “Social Media Activity Index” untersucht genau diese Tatsachen. Welche Politiker sind im World Wide Web aktiv? Erstellt wurde er von Miriam Meckel und ihrer Forschergruppe an der Universität St. Gallen in Kooperation mit dem Isprat-Institut. Dabei wurde die Internet-Aktivität von allen Bundestagsabgeordneten unter die Lupe genommen. Das neueste Ergebnis ist ähnlich wie das in den Jahren zuvor: Nur wenige Volksvertreter vernetzen sich und kommunizieren (auf einem quantitativ hochwertigem Niveau) dadurch mit ihren Wählern. Hauptsächlich junge Politiker bedienen sich dem WWW, um ihre Botschaften an den Mann zu bringen.
Das Forscherteam hat zur Erhebung die Aktivitäten aller Abgeordneten beobachtet. Es wurden zahlreiche Plattformen untersucht: Facebook, Twitter, der Fotodienst Flickr, YouTube, persönliche Blogs, deutsche Social Media Dienste wie Mein VZ und Wer-kennt-wen. Es wurde ermittelt, ob und inwiefern beziehungsweise wie häufig die Politiker diese Plattformen nutzen. Dabei kam heraus, dass nur acht Prozent der Parlamentarier Soziale Medien aktiv nutzen. Alle anderen kaum bis gar nicht.
An der Spitze der Aktiven steht Elke Ferner (SPD) aus dem Saarland, darauf folgt Ulrich Kelber (SPD) aus Bonn und auf Platz drei landete die Bundeskanzlerin – aber gerade bei hohen Amtsträgern und Parteifunktionären sei ein “Promi-Bonus” draufzuschlagen.
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