Goethe bei Facebook

15/02
2012

Bücher © Helder Almeida - Fotolia.com

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Goethe twiitert über die neue Sonderausgabe von ‘Die Leiden des Jungen Werthers’, die Mann-Familie vernetzt sich bei Google + und Hermann Hesse hat jetzt eine Facebook-Seite? So absurd das auf den ersten Augenblick scheinen mag, so wahrscheinlich ist das Szenario tatsächlich. Die Verlage entdecken so langsam aber sicher auch die sozialen Netzwerke, um Social Marketing zu betreiben.

Dabei sind ihre Strategiern vielfältig. Hermann Hesse zum Beispiel veröffentlicht gerade jede Woche einen Brief an einen Leser, dern er freilich nicht für Facebook-Nutzer geschrieben hat, der jetzt aber so benutzt wird. Die Fans können ihn ‘liken’ oder auch nicht, und sie können antworten, vielleicht hört er sie ja, der Hermann, da wo er auch immer gerade sein mag. Ein annderes beliebtes Konzept für Autoren, die noch unter uns weilen, sind Kurzlesungen, die dann bei Twitter oder Facebook hochgeladen werden, entweder von neuen, nich nicht veröffentlichten Werken, oder von Bestsellern.Informiert wird auch über Veranstaltungen, Termine für Neuerscheinungen oder es wird der Anschein von Interaktion gegeben. Das Gefühl, mitbestimmen zu können ist ein wichtiger Faktor im Bereich des Social Marketings, und da ist eine Umfrage zur Covergestaltung oder sogar zu einem Buchtitel Gold wert. Gewinnspiele mit Sachpreisen oder Meet & Greets tun ihr übriges, um die Marketingmaschine, die sich in der Musikindustrie bewährt hat, auch auf die Literaturbranche zu übertragen.

Der Erfolg solcher Aktionen hängt freilich stark vom Leser ab und variiert dementsprechend auch nach Zielpublikum. Homers Odyssee oder James Joyce ‘Ulysses’ zeiht andere Leute als das neue Buch der Twiloght Saga, und generell gilt die einfache Formel: je jünger das Zielpublikum, desto mehr Resonanz in den Social Media Foren.

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