Adobe Muse

Aug 30
2011

Adobe Logo, Quelle: Shht! m.caimary / Flickr

Der Software-Riese Adobe entwickelt derzeit ein neues Werkzeug für Webdesigner. Adobe ist vor allem durch das Bildbearbeitungsprogramm „Photoshop“ und sein Textformat „Portable Document Format“ oder kurz „.PDF“ bekannt. Das US-amerikanische Unternehmen gibt es seit 1982, sein Name geht auf den Fluss „Adobe creek“ zurück, der hinter dem Haus des Gründers John Warnock verläuft.

Das neue Programm trägt den Codenamen „Muse“ und ist speziell auf Grafikdesigner ausgerichtet, die damit auch ohne jegliche Programmierkenntnisse ganz einfach ansehnliche Webseiten gestalten sollen. Um Webseiten zu programmieren, bedarf es Kenntnis von Programmiersprachen wie HTML, CSS oder JavaScript. Deshalb gibt es beim Auftrag, eine Webseite zu gestalten, meist mehrere Beteiligte: Zumindest einen Grafikdesigner, der einen Entwurf und das Layout entstellt, und einen Programmierer, der diese Vorlage als Webseite umschreibt.

Deswegen war es Adobe auch so wichtig, Kunden eine Möglichkeit zu bieten, so einfach Webseiten zu erstellen wie eine Seite Text oder Layout. Zwar vertreibt Adobe bereits ein Programm für Webseiten-Entwickler namens „Dreamweaver“, dieses basiert aber auf HTML und benötigt zumindest rudimentäre Vorkenntnisse. „Muse“ ist rein Design-orientiert. Es bietet per Mausklick Möglichkeiten wie anpassbare Widgets für Navigationsmenüs, interaktive Elemente für Diashows oder Rollover-Effekte. Ganz einfach können Layouts und Einstellungen festgelegt werden, die automatisch für alle Seiten des Internetauftritts benutzt werden. Automatisch werden benutzte Bilder in die schmalen Formate „.PSD“ und „.PNG“ umgewandelt. Auch Schriften lassen sich als Bilder exportieren, um sicherzugehen, dass auch Besucher ohne die verwendete Schriftart die Webseite wie geplant sehen.

Nun ist eine öffentliche Beta des neuen Programms in englischer Sprache erschienen. Die damit erstellten Webseiten können kostenlos auf Servern von Adobe hochgeladen und getestet werden. Geplant ist eine Veröffentlichung im Frühjahr 2012 als Abonnement. Das bedeutet, das die Lizenz für das Programm immer wieder erneuert werden muss. Damit kostet „Muse“ entweder 20 Dollar im Monat oder 180 Dollar im Jahr.