Design Tools: Adobe Muse

Aug 03
2011
Adobe von sevenblock/Flickr.com

Adobe von sevenblock/Flickr.com

Webseiten designen ohne html, CSS oder Javascript Kenntnisse? Bislang war das designen von Websites den Menschen, die sich mit eben genannten Codesprachen auskennen, vorenthalten. Doch nun verspricht der Softwarehersteller Adobe genau das möglich zu machen. Mit dem neuen Programm Adobe Muse soll man Websites entwickeln können, ohne die komplizierten Codes zu beherrschen. Mit der neuen Software können die Nutzer eigene Seiten erstellen, diese können Bildergalerien, Slideshows und Rollover-Effekte enthalten, ganz genau wie die herkömmlich erstellten Websites. Bei der Erstellung von Unterseiten zu der gestalteten Homepage unternimmt das Tool selbstständig eine Verlinkung der Seiten miteinander.

Ausschlaggebend für die Entwicklung der neuen Software sei die vermehrte Nachfrage von Kunden nach Programmen, mit denen auch ein Laie Internetseiten ganz nach seinen Vorstellungen erstellen könne, gewesen. Natürlich ist das neue Programm kompatibel mit anderen Adobe-Produkten, so können Grafiken und Fotos auf Wunsch direkt als Photoshop-Datei integriert werden – Muse übernimmt dann die Umwandlung in ein Web-Format. Die Nutzer können außerdem beliebige Schriftarten verwenden. Kommt ein Font (Schriftart) zum Einsatz, der nicht für das Web geeignet ist, wird das Geschriebene bei der Publikation der Seite in ein Bild umgewandelt.

Klingt alles sehr fortschrittlich. Leider liegen uns bislang noch keine objektiven Testberichte vor, doch erste Erfahrungsberichte von privaten Nutzern fallen größtenteils positiv aus, so schreibt ein User unter dem Synonym „Tom3k“ beispielsweise: “Endlich kann ich als Grafiker Autonom arbeiten und muss mich nicht mit dieser Codesprache herumschlagen.”

Wie aussagekräftig und objektiv solche Meinungen tatsächlich sind, lässt sich erst nach einem Abgleich mit repräsentativen Testberichten herausfinden. Jedoch scheint es ein großer Schritt nach vorne zu sein, um das Internet nicht nur für jeden zugänglich, sondern auch veränderbar zu machen.